Christlich Demokratische Union Deutschlands
 





















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Geboren wurde ich am 15. Dezember 1954 in Nordhausen als 2. Kind meiner aus Böhmen stammenden Eltern Christine und Herbert Reinholz.
Nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft gründete mein Vater zusammen mit einem Geschäftsfreund in Nordhausen eine Lederwarenfabrik zur Produktion von Damen- taschen. Diese bestand bis 1972 – dem Zeitpunkt der Zwangsverstaatlichung aller privat- wirtschaftlich geführten Betriebe der DDR – als so genannter halbstaatlicher Betrieb.

Die Zwangsverstaatlichung und damit die Zerstörung seines Lebenswerkes brachten meinem Vater zwei Herzinfarkte ein, von denen er sich nie wieder richtig erholte.

Ich selbst wuchs wohl behütet, aber auch sehr streng erzogen in einem Haushalt mit drei Generationen auf.

Neben meinen Eltern haben sich meine Großmütter, die nacheinander mit in unserem Haushalt lebten, immer liebevoll um mich gekümmert, was nicht immer eine leichte Aufgabe gewesen sein soll. Als Kind im Kinderwagenalter z.B. habe ich immer nur so lange geschlafen, wie der Wagen fuhr; wollte sich der Fahrer oder die Fahrerin zu einer wohlverdienten Pause auf eine Bank setzen, habe ich nach authentischen Aussagen sofort lautstark protestiert.

Die Schule besuchte ich in meiner Heimatstadt Nordhausen und schloss das Abitur mit der Note „Sehr gut“ ab.

Meine Lieblingssportart im Kindesalter war Reiten, die ich durch zartes Hinlenken meines Vaters mit sechs Jahren begann und im Dressur- und Springreiten bis zum Ende meiner Schulzeit auch im Nordhäuser Reitsportverein aktiv auf vielen Tournieren betrieb. Danach fehlte mir leider einfach immer die notwendige Zeit. Ich habe Anfang der 90iger Jahre in Emleben noch einmal einen Neustart versucht, leider aber aus Zeitgründen ohne nachhaltigen Erfolg. Außerdem habe ich in der Schulmannschaft des Gymnasiums noch auf der Position des Torwartes Handball gespielt und mir so manchen schmerzhaften Körpertreffer eingefangen.

Heute konzentrieren sich meine sportlichen Aktivitäten auf alpinen Skilauf und ausgiebige Wanderungen am Wochenende, so es meine Freizeit erlaubt.

Studiert habe ich dann von 1975 bis 1980 in Merseburg Chemische Verfahrenstechnik und mein Diplom mit „Gut“ bestanden.

Nach erfolgreichem Studienabschluss begann ich 1980 meinen beruflichen Werdegang in den Gummiwerken Thüringen – Betriebsteil Gotha – als Mitarbeiter der Abteilung Technologie und verantwortlich für die Produktion von Gummiformartikeln und Gummi-Metall-Verbindungen. 1984 wurde ich zum Leiter der Abteilung Technologie berufen, obwohl ich weder der SED noch einer anderen Partei angehörte.

Die Zeit der „Wende“ habe ich sehr aktiv miterlebt, auch wenn mir bei den ersten Demonstrationen in Gotha, Waltershausen und Friedrichroda recht mulmig zumute war.

In dieser Zeit begann auch mein politisches Engagement. Im Mai 1990 trat ich in die CDU ein. Von 1990 bis 2004 war ich Mitglied des Stadtrates in Waltershausen. Während der ersten Legislaturperiode als Abgeordneter und Stadtratsvorsteher, später als Abgeordneter, Fraktionsvorsitzender der CDU und 1. Beigeordneter des Bürgermeisters Michael Brychcy. Michael Brychcy war übrigens vom 06.06.2003 bis Juli 2004 der einzige Bürgermeister Thüringens, der je einen Minister als Stellvertreter hatte.

1991 wurden die Gummiwerke Thüringen von der Phoenix AG Hamburg übernommen und als Phoenix Thüringen GmbH privatisiert. Ich wurde zum Bereichsleiter für die Entwicklung und Produktion von Gummi-Metall-Erzeugnissen und Formartikeln sowie zum Werkleiter für den Standort Gotha berufen. In dieser Zeit hatte ich die Gelegenheit am Jahrhundertprojekt des Kanaltunnels von Calais nach Dover mitzuarbeiten, da das Werk Gotha der Phoenix Thüringen GmbH ein wichtiger Zulieferer für diesen Tunnel war.

1993 wechselte ich in die gerade gegründete Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG), weil ich mich einfach noch einmal neu orientieren, nicht am Gummi kleben bleiben und in den Dienst des Aufbaus unseres schönen Thüringens stellen wollte.

In der LEG übernahm ich neben einigen kleineren Projekten die Betreuung des Altlastengroßprojektes „Teerverarbeitungswerk Rositz“. Eben dieses Projekt war für mich eine große Herausforderung, hat mir aber auch viel Spaß bereitet, da es mir aufgrund meiner Ausbildung geradezu „auf den Leib geschneidert“ war, hatte ich doch meine Diplomarbeit im PCK Schwedt, dem Stammwerk des Teerverarbeitungswerkes Rositz geschrieben.

Im Juli 1997 wurde ich zum Geschäftsführer der „AGO Aufbaugesellschaft Ostthüringen mbH“ - einer Tochtergesellschaft der LEG - berufen. Mit der Unterstützung meines Geschäftsführerkollegen Dr. Link aus der LEG konnte ich die AGO in die „schwarzen Zahlen“ führen und zu einer regionalen Entwicklungsgesellschaft ausbauen.

Zum 01.05.2001 wurde ich zum Geschäftsführer der LEG berufen und mit den Aufgabenbereichen Industrie und Gewerbe sowie Finanzen, später auch noch internationale Akquisition, betraut; ein Job der mir unheimlich viel Spaß bereitet hat und von dem ich geglaubt hatte, dass ich ihn bis zu meinem Rentenalter ausführen würde. Doch dann kam der Wechsel in der politischen Führung des Freistaates Thüringen von Dr. Vogel auf Dieter Althaus und dessen Frage an mich, ob ich mir vorstellen könnte, Wirtschaftsminister zu werden. Dem habe ich nach kurzem Überlegen zugestimmt und diese Entscheidung bis heute nicht bereut.

Es ist für mich eine große Ehre, aber auch eine große Herausforderung, am Aufbau unseres Freistaates an einer so wichtigen Stelle mitzuarbeiten, auch wenn ich mir inzwischen das eine oder andere Mal gewünscht habe, man könnte ein Ministerium wie eine GmbH organisieren.

Im Frühjahr 2004 wurde ich im Wahlkreis meines Vorgängers im Amt – Herrn Minister a.D. Franz Schuster – zum Direktkandidaten der Union für die bevorstehende Landtagswahl nominiert , die ich  hier auch mit einem überragenden Ergebnis gewonnen habe (P.S.: nur Dieter Althaus und ich konnten die Ergebnisse in ihrem Wahlkreis gegenüber dem Ergebnis 1999 verbessern.)

Ab dem 08.07.2004 war ich in dem nun neu „zugeschnittenen“ Wirtschaftsministerium Minister für Wirtschaft, Technologie und Arbeit. Die Bereiche Verbundforschung und Sport habe ich zusätzlich zu meinen bisherigen Aufgaben übernommen; den Bereich Verkehr dafür an meinen damaligen Kollegen Andreas Trautvetter abgegeben.

Bei den Landtagswahlen am 30.08.2009 konnte ich mein Direktmandat gegen fünf weitere Bewerber erfolgreich verteidigen und wurde am 04.11.2009 zum Thüringer Minister für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz berufen.


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